Oberbieberer Alte Herren zum dreiunddreißigsten Male auf Fahrradtour
Die Alten Herren des VfL Oberbieber begaben sich vom 12.-13.09.2026 mit 17 Radlern –
ausgestattet teils mit und teils ohne Akku-Unterstützung sowie einem Besenwagensolisten auf
ihre nunmehr schon 33. „Lottokassen-Fahrradtour“.
Seit 1994 ist man nahezu jedes Jahr gemeinsam mit dem Rad unterwegs.
Dieses Jahr wurde das „Parkhotel Hachenburg“ im Westerwald als Zielort auserkoren.
Zunächst stärkte man sich bei einem gemeinsamen Frühstück am Sportplatz.
Ein großer Dank hier an die Organisatoren.
Bei hervorragenden Witterungsverhältnissen fuhr man zunächst entgegen der Erwartungen
nicht der Straße nach ins Sayntal, sondern über das „Haus am Pilz“, die Trinksporthalle, den
Zoo, am Kletterpark Sayn, fast ständig bergauf durch den Wald über weitgehend unbefestigte
Wege. Man befand sich im wahrsten Sinne des Wortes „on the woodway“, auf dem Holzweg.
Insbesondere ein „Bio-Biker“ kam hier schon recht ordentlich ans Schnaufen und musste sich
eine temporäre Auszeit nehmen.
An einer Grillhütte auf den Höhen Nahe Höhr-Grenzhausen wurde ein erster Stopp eingelegt,
um den ersten Flüssigkeitsverlust zu kompensieren.
Nach weiteren Bergwertungen im Umfeld des schönen Örtchen Grenzau kam es zu einer
rasanten Bergabfahrt ins Sayntal, bei der ein „Flying Smartphone“ vom Handyretter Juppi von
der Straße vor nahenden Motorradfahrern gerettet wurde, und man „rodeoreiterartige“
Körperbeherrschung des nach einer Vollbremsung schlingernden Handyloosers Jörsch
bestaunen konnte.
Ohne weitere Zwischenfälle, aber nicht ohne die zum Teil schweren EBikes über einen Zaun
heben bzw. durch ein enges Tor quetschen zu müssen, traf man zum nächsten Halt an der
Klingelwiese in Maxsain ein. Vom Besenwagenfahrer Ulli wurde der zwischenzeitlich schon
bald traditionelle leckere Spießbraten zur Stärkung gereicht.
Schwierigkeiten hatte Ulli lediglich beim Besorgen einer ausreichenden Anzahl von Brötchen,
da er die zahlreichen Bäckereien in Höhr-Grenzhausen und Selters nicht gefunden hat, weil er
halt früher abgebogen ist…
Stattdessen wunderte er sich, warum er beim Hö(h)rgeräteakkustiker keine Brötchen
bekommen konnte.
Da hätte er wohl besser zuhö(h)ren müssen.
Aber unser „Bäckereifachverkäufer“ aus Kurtscheid, Frank „Fritz“ Bierbrauer, steuerte als
Ergänzung wieder ausgezeichnete Brezel, Donuts und Muffins bei.
An der Klingelwiese stieg auch der „temporäre Auszeitnehmer“ Owen wieder mit seinem
„Bio-Bike“ in die Tour ein.
Man konnte diesem nach Wiederaufnahme der Tour jedoch zwei weitere nicht unerhebliche
Bergwertungen nicht ersparen. Das war für ihn nicht das „yellow from the egg“. Mit
Unterstützung verschiedener Anschieber aus dem AH-Team, insbesondere Thomas Bendle,
bewältigte er aber auch diese Erschwernisse.
Gut gelaunt traf man am höchsten Punkt der Tour, der Alpenroder Hütte, ein, wo man einen
letzten Zwischenstopp einlegte und die großzügigen Spenden von Rainer Ramseger und Raffa
D’Avola in Flüssigkeit umsetzte, nicht ohne diesen per Videobotschaft zu danken.
Danach rollte man die letzten Kilometer locker bergab zum Zielort Hachenburg. Vor dem
Einchecken reichte unser Barkeeper Guido selbst gemixte Gin Tonic-Cocktails zum Auffüllen
der Energiespeicher. Guido sei gedankt dir für diese Runden hier.
Nach einem hervorragenden und üppigen Buffet im wirklich tollen 4-Sterne-Hotel begaben
sich die Radler in das Nachtleben von Hachenburg und kehrten erst spät in der Nacht ins
Hotel zurück, zum Teil nicht ohne Pausen auf Parkbänken im Park vor dem Hotel einzulegen
und sich auf die Suche nach einem liegengelassenen Handy zu machen.
Nach einen reichhaltigen Frühstücksbuffet führte die Tour sonntags bei weniger schönem
Wetter zunächst nach Hattert zum Elternhaus von Pressewart Schnippes, wo man keinen
Stopp einlegte, weil es schon begonnen „hattert“, leicht zu regnen.
Man rettete sich weitgehend trocken zum Campingpatz am Marother See, wo man
eingekehrte und trotz anfänglicher Überforderung des Wirts, der zunächst scheinbar Angst
vor Arbeit hatte, doch in ausreichendem Maße auftanken konnte.
Bergauf- und bergab ging es danach weiter zum letzten Zwischenstopp nach Dernbach, wo
nunmehr auch feste Nahrung aus dem Besenwagen in Form von Schnitzeln und (man lese und
staune) Brötchen zu sich genommen wurde.
Von hier aus ging des durch die Wälder von Rüscheid und Anhausen wieder über
„woodways“ hinunter ins Aubachtal in bekannte Gefilde.
Allerdings ging hierbei unser erstmals mit einem EBike ausgestatteter Sven verloren, der es
sich nehmen lassen wollte, aufgrund der nunmehrigen Motorunterstützung über Thalhausen
und der Dreiwetterhütte eine Extraschicht einzulegen.
„Radtour Chef“ Christoph Schäfer befand den diesjährigen Verlust von nur einem Radler als
guten Schnitt, ganz nach dem Motto, „ein bisschen Verlust ist immer“.
Als alle wieder vereint waren, ließ man am Sportplatz in Oberbieber die Tour schon
traditionell bei Gegrilltem, Resteverzehr und kühlen Getränken vergnüglich bei Dauerregen,
dem man Gott sei Dank noch rechtzeitig entkommen war, regengeschützt ausklingen. Großer
Dank gebührt hier dem bewährten „Grillmeister“ Guido Schmidt sowie seinen Gehilfen
Daniel Kill und Owen Dunkerley.
Einen Wermutstropfen bzw. warme Wermutssturzbäche musste lediglich die einsam im
Innenhof zurückliegende Kiste Bier ertragen, worüber dich insbesondere Thomas Bendle
aufregte, der die von ihm gewünschte eiskalte Kühlung schwinden sah, genau wie die
konkrete Markenzuordnung der Biere aufgrund sich ablösender Etiketten.
Die Kiste wurde schließlich Dank Daniel Kill vor dem Ertrinken gerettet.
Die Tour wurde durch Christoph Schäfer mit Unterstützung von Thomas Bendle wiederholt
ganz hervorragend organisiert. Die Betreuung während der Tour erfolgte durch Ulli Kudla, in
gewohnter hervorragender Manier, mit den gewohnten leichten Aussetzern, die immer wieder
zur Erheiterung der Truppe beitragen.
Großer Dank gebührt in diesem Zusammenhang dem diesmal leider verhinderten
Rechtsaußen Achim Bauer, der als Besenwagen seinen „roten Blitz“ zur Verfügung stellte,
welcher allerdings nach einigen Kavalierstarts von Ulli nunmehr neue Reifen benötigt.
Auch der wieder beleidigungstechnisch zur Hochform auflaufende Frank Schneider soll nicht
unerwähnt bleiben, der für die eine oder andere großzügige Unterstützung aus der Lottokasse
sorgte, nicht ohne diese zum Abschluss der Tour durch das Eintreiben von Beiträgen in nicht
unerheblicher Höhe wieder aufzufüllen.
Schließlich auch noch ein Dank an die Pfadfinder Dirk Bierbrauer und Thomas Bendle, die
eine Woche vor der Radtour schon einmal die Tour erkundet haben und an den Getränkewart
Andreas Hente, der wie immer für das „Lebenselixier“ der Alten Herren sorgte.
Alle zusammen blickten auf eine wieder rundum gelungene Tour einer tollen Truppe zurück.
„Hackenbourg“ war eine Radtour wer.
Man freut sich schon auf die 34. Tour im Jahre 2027.












