Am Ende musste es der Kapitän richten – 1:0 Heimsieg gegen die SG Grenzbachtal

Sonntag, 05.05.2019. Die zwei freien Osterwochenenden gingen am VfL Oberbieber nicht ganz spurlos vorbei, denn Trainer Thomas Remark räumte für die letzten Spiele seinen Posten, um dem Team durch einen neuen Impuls die letzten nötigen Kräfte im Saisonendspurt zu ermöglichen. Die erste Mannschaft des VfL möchte sich auf diesem Weg bei Thomas für sein Engagement bedanken, da er sie in einer aussichtslosen Situation übernommen und zurück in die Erfolgsspur geführt hatte. Für die letzten vier Begegnungen wird Sportdirektor Peter Rempfer als Interimslösung die Fäden ziehen und konnte gleich gegen die SG Grenzbachtal ein erstes Ausrufezeichen setzen.

Die Gastgeber gingen von Beginn an engagiert zu Werke und versuchten gleich mit einem frühen Tor die Gäste kalt zu erwischen. Dennoch leichter gesagt als getan, da die Grenzbachtaler ihre komplette Offensivabteilung auf das Feld schickten, um im harten Abstiegskampf wichtige Punkte aus Oberbieber zu entführen. Der VfL hatte bis zu seiner ersten Tormöglichkeit mehr Spielanteile, allerdings blieben die Strafraumszenen erstmal aus. In der 25. Spielminute wuchtete sich der zuvor eingewechselte Tobias Gessler durch den Strafraum und kam im Sitzen, wie einst Gerd Müller, zum Abschluss, der jedoch über die Querlatte rauschte. Auch wenn die Oberbieberer das Spiel immer weiter in die gegnerische Hälfte verlagerten, fehlten dem VfL im letzten Drittel die entscheidenden Mittel für den Torerfolg. Die SG Grenzbachtal forcierte ein schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn, allerdings hielt die Innenverteidigung rund um Ahmed Cömez und Dimitri Regehr den Gegenangriffen stand. So ging es nach einem eher ereignislosen ersten Durchgang mit einem torlosen Remis in die Pause.

Der Pausentee zeigte seine Wirkung und die Gastgeber kamen schwungvoll aus der Kabine. Der VfL erspielte sich einen Angriff nach dem anderen und drängte nun mit aller Macht auf den Führungstreffer. Die Angreifer David Brathuhn und Ciaron Thurn machten über die rechte Seite ordentlich Betrieb und es war eben diese Kombination, die die erste hochkarätige Chance kreierten. Ciaron Thurn fand am Fünfmeterraum den eingelaufenen Lukas Müller, dessen Schussversuch von einem Verteidiger in letzter Sekunde geblockt wurde. Knapp zehn Minuten später waren es die selben VfL-Akteure, doch Ciaron Thurn hämmerte aus zwölf Metern die Kugel an die Latte, ehe Lukas Müller den Abpraller um Haaresbreite am Tor vorbei köpfte. Doch trotz des ausbleibenden Erfolges lief der VfL weiter an und hatte in der 78. Minute die nächste große Gelegenheit. Verteidiger Marc Blechschmidt bewies nach einer Flanke seine Übersicht und legte ab für den heranrauschenden Ugur Kayikci, dessen Dropkick knapp am Pfosten vorbei zischte. Nichtsdestotrotz mussten sich die Oberbieberer in der Schlussphase kurz bei ihrem Torhüter Stephan Reffgen bedanken, der während des VfL-Offensivdrangs einen fulminanten Distanzschuss eines Grenzbachtalers aus dem Winkel fischte. Kurz vor Schluss sollte jedoch der enorme Aufwand der Aubacher belohnt werden. Nach einem eigentlich missglückten Eckstoß von Rafet Alimi jagte Kapitän Ahmed Cömez nach einer sehenswerten Annahme den Ball unhaltbar in die lange Ecke und brachte sein Team damit auf die Siegerstraße. In der Nachspielzeit passierte nichts mehr und der VfL konnte mit diesem Sieg die 30-Punkte-Marke knacken.

Für den VfL Oberbieber spielten:

Stephan Reffgen – Tunahan Korkmaz, Ahmed Cömez, Dimitri Regehr, Marc Blechschmidt – Rafet Alimi, Ugur Kayikci, Louis Hild (20. Tobias Gessler), David Brathuhn, Lukas Müller (65. Michael Bechter) – Ciaron Thurn (82. Zylbehar Murseli)

Am kommenden Sonntag ist der VfL zu Gast bei der SG Horressen. Anstoß ist wie gewohnt um 14:30 Uhr.