Ein Unentschieden, das man nicht einzuordnen weiß – 1:1 Remis bei der SG Nauort

Sonntag, 17.03.2019. Nach dem missglückten Neujahrsauftakt gegen die DJK Neustadt stand die Mannschaft von Trainer Thomas Remark unter Zugzwang und bereitete sich unter der Woche intensiv auf das Kräftemessen mit der SG Nauort vor. Diese konnten eine Woche zuvor durch ein torloses Remis einen Punkt aus Feldkirchen entführen, die seit der Rückründe zurück in die Spur gefunden haben.  Zu allem Überfluss jedoch musste der VfL zwei weitere Ausfälle verkraften, denn neben dem erkrankten Dimitri Regehr, der nur auf der Bank Platz nehmen konnte, stand auch Linksaußen Arden Marazyan nicht zur Verfügung. Dennoch stellten die Oberbieberer die Weichen voll auf Sieg und wollten die ersten drei Punkte für dieses Jahr einfahren.

Die Gäste aus Oberbieber erwischten den besseren Start und hatten anfangs die Kontrolle über das Spielgeschehen. Bereits nach fünf Minuten ging das erste Raunen durch den VfL-Anhang, als Evgeni Rib und Ugur Kayikci einen kurzausgeführten Nauorter Abstoß erschlichen, allerdings beide in letzter Sekunde am Torerfolg gehindert wurden. In der 9. Spielminute konnte der VfL Oberbieber dann die frühe Führung bejubeln. Ein diagonaler Flugball von Ahmed Cömez fand den eingelaufenen Ciaron Thurn, der gleich im ersten Pflichtspiel nach seiner schweren Knieverletzung wieder seine Abschlussqualitäten unter Beweis stellte und per Lupfer die Kugel im Tor unter brachte. In der Folgezeit schaffte es der VfL nicht die Führung auszubauen, obwohl man nach einem Eckball (17.) und zwei guten Möglichkeiten von Evgeni Rib (11.) sowie Ahmed Cömez (15.) die Möglichkeit gehabt hätte. Somit hielt man den Gastgeber weiter im Spiel, der in der 19. Spielminute mit seiner zweiten großen Chance einen Oberbieberer Fehler ausnutzte und den Ausgleich erzielte. Nun geriet der VfL-Motor etwas ins Stocken und die Nauorter fanden zunehmend besser ins Spiel. Viele Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten den restlichen ersten Durchgang, sodass es beide Mannschaften meistens aus der zweiten Reihe probierten. Somit blieb der Spielstand bis zur Halbzeitpause unverändert.

Das Trainergespann fand in der Kabine die richtigen Worte und die Mannschaft wollte an die gute Anfangsphase zu Beginn des Spiels anknüpfen, doch man schwächte sich bereits vier Minuten nach dem Wiederanpfiff selbst. Mittelfeldspieler Hermann Wechter war mit einer Entscheidung des Unparteiischen sichtlich unzufrieden und sah nach erneutem Reklamieren die gelb-rote Karte. Nun musste sich die Mannschaft neu organisieren und hatte kurz darauf das Glück auf ihrer Seite, da die Heimmannschaft das Momentum nicht nutzen konnte, weil Schlussmann Fabian Telocka zweimal glänzend parierte. Die Oberbieberer hielten dem Druck der SG Stand und kämpften sich zurück in die Partie. Durch den Kampfgeist und die Risikobereitschaft erarbeitete sich das Team vom Aubach weiterhin gute Möglichkeiten und gaben trotz der Unterzahl den Siegeswillen nicht auf. Es entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch beider Mannschaften, wobei die Verteidigung rund um Marc Blechschmidt und Tunahan Korkmaz eine tolle Leistung zeigte, indem sie immer wieder die Offensivaktionen der Nauorter abwehrten. In den turbulenten Schlussminuten vergab der VfL die große Möglichkeit zum Sieg und der sogenannte “Lucky Punch” blieb aus. Der eingewechselte Dimitri Regehr gewann an der Mittellinie den Ball und schickte Louis Hild über die rechte Seite, der in den Strafraum marschierte und das Auge für den durchgestarteten Dimitri Regehr hatte, dessen Abschluss der SG-Keeper mit einem beeindruckenden Reflex auf die Querlatte lenkte. Der folgende Eckball brachte nichts ein und war auch gleichzeitig die letzte Aktion, sodass sich beide Teams die Punkte teilen mussten.

Für den VfL Oberbieber spielten:

Fabian Telocka – Ahmed Cömez, Tunahan Korkmaz, Marc Blechschmidt, Tobias Gessler – Louis Hild, Ugur Kayikci, Hermann Wechter – Rafet Alimi (82. Nico Velten), Evgeni Rib (52. Mikey Baltes), Ciaron Thurn (62. Dimitri Regehr)

Am kommenden Sonntag, den 24.03.19, empfängt der VfL den derzeitigen Spitzenreiter FC Kosova Montabaur. Anpfiff ist wie gewohnt um 14:30 Uhr.