Mit Köpfchen zum ersten Auswärtssieg – 1:0 Erfolg bei der SG Niederbreitbach

Sonntag, 11.11.2018. Eine ganze Hinrunde ist der VfL Oberbieber auf fremden Boden sieglos geblieben. Dabei zeigten die Oberbieberer in vielen Begegnungen ordentliche Leistungen, allerdings leistete man sich doch noch zu viele Fehler und nahm sich selbst zu oft aus dem Spiel. Nun wollte der VfL bei der SG Niederbreitbach endlich auswärts den Bock umstoßen und den Rückrundenauftakt nutzen um die Niederlage aus dem Hinspiel vergessen machen. Personell muss Trainer Thomas Remark derzeit alle Kräfte bündeln, da aufgrund der Verletzung von Offensivspieler David Brathuhn sich ein weiterer Patient in die Reihe des VfL-Lazaretts eingliederte. Nichtsdestotrotz schickte der Trainer eine schlagkräftige Truppe ins Rennen, die nun gegen strake Niederbreitbacher alles reinwerfen sollte.

Die Gäste vom Aubach starteten gut in die Partie und konnten die Heimelf zu Beginn in die eigene Hälfte drängen. Viele Boden- und Luftzweikämpfe bildeten das Anfangsprogramm der ersten Viertelstunde, ehe Rechtsverteidiger Rafet Alimi nach einem tollen Durchmarsch den ersten guten Abschluss (17.) für sein Team verzeichnete. Nachdem es wenige Minuten später Rafet Alimi erneut aus der zweiten Reihe versucht hatte, konnte sich Arden Marazyan in der 26. Spielminute in eine gute Schussposition bringen, jedoch segelte sein Heber knapp am Pfosten vorbei. Die Gastgeber forderten die VfL-Hintermannschaft immer wieder über ihre schnellen Außenbahnen, doch sowohl Kapitän Ahmed Cömez als auch seine Nebenleute konnten in brenzligen Situationen entscheidend klären. Für Gefahr sorgte ein direktgetretener Freist0ß in der 30. Minute, der aus halblinker Position doch noch auf der Querlatte des VfL-Gehäuses landete. Auf der anderen Seite machten es die Oberbieberer dann besser und konnten nach 35 Minuten mit 1:0 in Führung gehen. Rafet Alimis Eckstoß fand am Fünfmeterraum den eingelaufenen Louis Hild, der per Kopf den Führungstreffer erzielte. Ein Tor, welches dem VfL in die Karten spielte und dennoch dufte man keinesfalls die Zügel schleifen lassen. Obwohl beide Kontrahenten weiterhin nach vorne spielten, gab es in den letzten Minuten des ersten Durchgangs kaum noch zwingende Torraumszenen, sodass es für die Gäste mit einem verdienten 1:0-Vorsprung in die Pause ging.

Die SG Niederbreitbach kam deutlich selbstbewusster aus der Kabine und legte indes mit Hilfe einiger Veränderungen den vollen Fokus auf die Offensive. Nun hatte der VfL defensiv allerhand zutun, dennoch konnte man Schlussmann Fabian Telocka vor dem Eingreifen bewahren. Nach einer Stunde Spielzeit konnten sich die Wiedtaler mit einem mustergültigen Gegenzug in den VfL-Strafraum vorspielen, sodass Dilgesch Aldemir einen Schritt zu spät kam und seinen Gegenspieler von den Beinen holte. Doch der VfL Oberbieber hatte an diesem Tag das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite und der ehemalige Jugend-Oberbieberer Nils Reuschenbach schoss den fälligen Strafstoß am Tor vorbei. Unterdessen blieb das kampfbetonte Spiel ausgeglichen, auch wenn der VfL sich nun eher auf das Verteidigen konzentrierte und mit kleinen “Nadelstichen” versuchte das 2:0 zu erzielen. Zuerst schickte Louis Hild Angreifer Arden Marazyan auf die Reise, der am herausstürmenden Torhüter scheiterte. Kurz darauf war es wieder ein Zusammenspiel der beiden VfL-Akteure, jedoch ging Louis Hilds Direktabnahme knapp über das Tor. Auch wenn der Druck der Gastgeber mit dem Spielverlauf zunahm, hatten die Oberbieberer die klareren Chancen. Eine Viertelstunde vor dem Ende setzte sich Dilgesch Aldemir auf der linken Seite durch und sah die Lücke für Evgeni Rib, der den SG-Keeper zu einer echten Rettungstat zwang. In den Schlussminuten warf die SG Niederbreitbach alles nach vorne und wieder waren es die Oberbieberer, die eine große Möglichkeit zur Vorentscheidung aus der Hand gaben. Tunahan Korkmaz eroberte auf der rechten Seite den Ball, der über Ugur Kayikci den Weg zu dem freistehenden Louis Hild fand. Dieser konnte zwar den Torwart überwinden, doch sein Abschluss ging haarscharf am oberen Toreck vorbei. In der Nachspielzeit stand sogar das Tor der Gastgeber leer und Stürmer Dennis Jusufi war nach einem VfL-Ballgewinn auf dem besten Weg zu seinem Tor, doch warf sich in letzter Sekunde ein Verteidiger dazwischen. Dies war gleichzeitig die letzte Aktion und der VfL konnte mit einem knappen 1:0 den ersten Auwärtsdreier einfahren.

Für den VfL Oberbieber spielten:

Fabian Telocka – Rafet Alimi (86. Tunahan Korkmaz), Marc Blechschmidt, Ahmed Cömez, Tobias Gessler (68. Nico Velten) – Dimitri Regehr, Ugur Kayikci, Louis Hild – Arden Marazyan, Evgeni Rib (73. Dennis Jusufi), Dilgesch Aldemir

Am kommenden Sonntag folgt ein weiteres Auswärtsspiel und der VfL Oberbieber spielt zu Gast bei der SG Feldkirchen. Anstoß ist um 15:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Feldkirchen.