Selbstkritischer VfL weiß, woran es liegt – 2:0 Niederlage bei der SG Steinefrenz

Sonntag, 19.05.2018. Nach dem beeindruckenden Heimsieg gegen die SG Nauort wollte der VfL Oberbieber in seinem letzten Auswärtsspiel umbedingt nachlegen. Im Hinspiel gegen die SG Steinefrenz erlitt man eine sehr schmerzhafte und unglückliche Niederlage, die die Jungs vom VfL vergessen machen wollten. Zusätzlich zu dem Verletzungslazarett der Oberbieberer erweiterten der Ramadan sowie berufsbedingte Ausfälle die Personalnot des VfL, sodass Trainer Thomas Remark einige Veränderungen vornehmen musste. Ebenfalls begrüßte die Mannschaft Torhüter Simon Breithausen zurück im Tor, der aufgrund der verhinderten Stephan Reffgen und Fabian Telocka nach einem halbjährigen Neuseelandaufenthalt sofort ins kalte Wasser geschmissen wurde.

Der VfL Oberbieber startete gut in die Partie, stand sehr hoch und störte den Gastgeber früh am eigenen Sechzehner. Gleiches verfolgte auch die SG Steinefrenz, sodass man in der ersten Hälfte ein gutes Fußballspiel zu Gesicht bekommen sollte. Die erste Chance des Spiels hatte Flügelspieler Lukas Müller, der nach einem Konter am Strafraum zum Abschluss kam und sein fulminanter Schuss um Haaresbreite am Torwinkel vorbei zischte. Trotz einiger gefährlicher Standardsituationen der SG hatte der Gast aus Oberbieber zu der Zeit seine beste Phase und hätte den Führungstreffer machen müssen. In der 25. Spielminute vergab dann der VfL die größte Möglichkeit zur Führung. Mit einem tollen Chipball bediente Arden Marazyan den durchgestarteten Louis Hild, der frei vor dem Tor die Kugel knapp am Pfosten vorbei schoss. Kennzeichnend für viele Spiele der laufenden Spielzeit ging nur zwei Minuten später der Gastgeber in Führung. Mit einem Ballverlust im Offensivspiel konterte die SG Steinefrenz vor der eigenen Kulisse und obwohl der Konter bereits unterbunden wurde, hämmerte der Spielertrainer der Gegner die Kugel aus 23 Metern ins untere Toreck zum 1:0. Doch auch nach dem Gegentreffer ließ die Moral der Gäste nicht nach und man versuchte mit aller Macht die Führung zu egalisieren. Neben dem glücklosen Louis Hild reihten sich auch Milenko Vukmirovic, Ugur Kayikci und Rafet Alimi in die Chancenliste ein, jedoch ohne erfolgreich zu sein. So ging es nach fußballerisch guten 45 Minuten von beiden Mannschaften mit einem knappen 1:0 für die Heimelf in die Pause.

Auch nach dem Wiederanpfiff glaubte der Gast weiter an sich und spürte, dass hier einiges möglich sein kann. Dennoch stellt die SG Steinefrenz nicht ohne Grund die zweitbeste Defensive der Liga und erschwerte das Herausspielen der Tormöglichkeiten. Der VfL kam oft vor das Tor der Gäste, jedoch wurde entweder der entscheidende Schuss abgeblockt oder man war zu verspielt. In der 62. Minute eroberte Nico Velten den Ball und schickte Milenko Vukmirovic über die rechte Seite, der den Ball in den Rückraum legte, wo Louis Hild die Kugel nicht optimal traf, sodass der Abschluss weit über das Tor ging. Das Spiel war ein durchgängiges Hin und Her, allerdings vernachlässigten beide Mannschaften etwas die Ordnung und es entwickelte sich zu einer sehr zweikampfbetonten Partie. Der Gastgeber kam durch die volle Offensive des VfL auch häufiger zu Chancen, sodass man einmal nach einem Eckstoß Glück hatte und bei einem weiteren Abschluss Simon Breithausen glänzend parierte. In der 71. Minute sorgte erneut Milenko Vukmirovic mit einen scharf getretenen Freistoß für Gefahr, allerdings war der Schlussmann der Gastgeber zur Stelle und kratzte das Leder aus dem unteren Eck. Obwohl die Kräfte langsam nachließen, gab die Mannschaft von Thomas Remark nicht auf, der in der Schlussphase mit der Einwechslung von Leutrim Hoti und Evgeni Rib sein komplettes Kontingent ausschöpfte und alles auf eine Karte setzte. In der 79. Minute, der Druckphase des VfL, konnte die SG Steinefrenz ihre Cleverness ausspielen und die Vorentscheidung herbeiführen. Nachdem ein Angriff der Oberbieberer mit einem Befreiungsschlag nach vorne unterbunden werden konnte, blieb Marc Blechschmidt als letzter Mann im Rasen hängen, sodass der Angreifer allein an Simon Breithausen vorbei lief und zum 2:0 einschob. Die Enttäuschung des VfL Oberbieber war riesengroß, auch wenn in den letzten Minuten noch einmal alles probiert wurde. Ein wunderbarer Schuss von Lukas Müller aus 20 Metern fischte der Torhüter aus dem Winkel und dem VfL blieb der Anschlusstreffer versagt. So blieb es bei einem 2:0 für die SG Steinefrenz, die nun auch am letzten Spieltag immer noch die Möglichkeit haben, mit den Kosovaren aus Montabaur gleichzuziehen.

Für den VfL Oberbieber spielten:

Simon Breithausen – Rafet Alimi, Marc Blechschmidt, Tobias Gessler (75. Leutrim Hoti), Arden Marazyan – Dimitri Regehr, Louis Hild, Ugur Kayikci – Nico Velten (75. Evgeni Rib), Milenko Vukmirovic, Lukas Müller

Am kommenden Sonntag (27.05.2018) empfängt der VfL zum letzten Spiel der Saison die SG Niederbreitbach. Es ist gleichzeitig das letzte Spiel von unserem langjährigen Co-Trainer Michael Mertes. Die erste Mannschaft sowie das Trainerteam würden sich über reichliche Unterstützung sehr freuen. Anstoß ist wie gewohnt um 14:30 Uhr.