VfL Oberbieber war nicht zu bremsen – 6:0 Heimsieg gegen die SG Nauort

Sonntag, 13.05.2018. Für das vorletzte Heimspiel der Saison 2017/2018 hatte sich der VfL Oberbieber besonders viel vorgenommen. Nach zwei unglücklichen Niederlagen in Folge wollten die Aubach-Kicker umbedingt zurück in die Erfolgspur, da man keinesfalls zum Ende der Spielzeit die Zügel schleifen lassen wollte. Mit dem Gast aus Nauort schloss sich für Trainer Thomas Remark der Kreis, als er im Oktober vergangenen Jahres in seinem ersten Spiel beim VfL gegen die SG Nauort den ersten Sieg holte. Dennoch war seine Mannschaft vor der hochgewachsenen sowie robusten Truppe gewarnt, die in der laufenden Saison sowohl den amtierenden Spitzenreiter aus Montabaur geschlagen hatten als auch ins diesjährige Kreispokalfinale eingezogen sind. Auch wenn das Regenwetter die Besucherzahl am Oberbieberer Sportplatz etwas reduzierte, gingen beide Mannschaften hochmotiviert in die Partie.

Der Gastgeber begann schwungvoll und konnte mit der ersten Möglichkeit in der 3. Spielminute gleich den Führungstreffer erzielen. Lukas Müller eroberte mit einem Pressball im Aufbauspiel der SG Nauort den Ball, den sich Milenko Vukmirovic schnappte, am Torwart vorbei marschierte und ins leere Tor einschob. Ein frühes und wichtiges Tor, welches dem VfL den nötigen Rückenwind verleihen sollte. Die Gäste aus Nauort wurden hin und wieder durch Standardsituation gefährlich, allerdings war VfL-Schlussmann Stephan Reffgen immer zur Stelle und blieb im Oberbieberer Strafraum tonangebend. Der VfL drückte auf das zweite Tor und spielte ununterbrochen nach vorne, sodass der hohe Aufwand in der 23. Minute in Zählbares umgemünzt werden konnte. Nach einer perfekt getimten Flanke von Rafet Alimi  konnte der SG-Keeper Lukas Müllers Direktabnahme aus acht Metern nicht abwehren, sodass die Mannschaft das 2:0 bejubeln konnte. Auch nach dem zweiten Treffer ließ das Team nicht locker und sprühte vor Spielfreude, jedoch gelang kein weiterer Treffer. Die größte Möglichkeit vor der Pause hatte erneut Lukas Müller, der von der linken Seite allein auf das Nauorter Gehäuse zulief, jedoch die Kugel knapp am langen Pfosten vorbei schoss. Somit ging es mit einer 2:0-Führung für den VfL Oberbieber in die Halbzeit.

Auch nach dem Wiederanpfiff sollte eine ereignisreiche zweite Hälfte folgen. Der Gastgeber wollte das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben und trat auch dementsprechend auf. In der 50. Minute scheiterte Louis Hild per Freistoß aus 22 Metern am Nauorter Schlussmann, der die Kugel aus dem oberen Toreck holte. Sieben Minuten später machte es Arden Marazyan besser und überraschte mit einem scharfen Freistoß ins Torwarteck, sodass der VfL auf 3:0 erhöhte. Aufgrund der unruhigen und hitzigen Atmosphäre verfolgte der Schiedsrichter eine härtere Linie sehr zum Leid von VfL-Innenverteidiger Marc Blechschmidt, der nach einem eigentlich “harmlosen” Foul in der 69. Minute die gelb-rote Karte sah. Doch auch in Unterzahl ließ sich die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringen und erzielte schon vier Minuten später mit dem schönsten Tor des Tages das 4:0. Eine diagonale Flanke von Rafet Alimi ließ Lukas Müller am Sechzehnereck abtropfen, sodass Arden Marazyan per Dropkick die Kugel in den linken Torwinkel jagte. Exakt drei Minuten später machte der VfL-Linksverteidiger seinen Hattrick perfekt. Erneut war es ein Angriff über den unermüdlichen Lukas Müller, dessen Hereingabe Nico Velten am zweiten Pfosten ablegte und der aufgerückte Arden Marazyan aus kurzer Distanz eiskalt vollstreckte. Allerdings war drei Minuten später der Arbeitstag des dreifachen Torschützen beendet – jedoch unfreiwillig. Ebenfalls vorbelastet zeigte ihm der Unparteiische nach einem Foulspiel an der Außenlinie die gelb-rote Karte, sodass der VfL Oberbieber nun in zweifacher Unterzahl agierte. Die zusätzlichen Kilometer nahm der VfL auch in den Schlussminuten in Kauf und konnte in der 86. Spielminute das halbe Dutzend vollenden. Lukas Müller konnte sich an der Grundlinie durchsetzen und bediente mit seiner dritten Vorlage den eingewechselten Evgeni Rib, der ohne Mühe zum 6:0 einnetzte. Dies war gleichzeitig der Endstand und wenige Minuten später beendete der Schiedsrichter die Begegnung. Ein beeindruckender Heimsieg der Oberbieberer, die aufgrund ihrer Spielfreude sowie verbesserten Effektivität die Partie verdient für sich entschieden. Der VfL Oberbieber wünscht den Gästen aus Nauort viel Erfolg für das kommende Kreispokalendspiel.

Für den VfL Oberbieber spielten:

Stephan Reffgen – Rafet Alimi, Marc Blechschmidt, Tobias Gessler (53. Dimitri Regehr), Arden Marazyan – Louis Hild, Ugur Kayikci – Nico Velten (76. Ahmed Cömez), Hermann Wechter (61. Evgeni Rib), Milenko Vukmirovic, Lukas Müller

Am kommenden Samstag reist der VfL zum letzten Auswärtsspiel nach Steinefrenz. Anstoß der Partie ist um 16:30 Uhr.