Serie nach acht ungeschlagenen Spielen gerissen – 0:2 Heimniederlage gegen die SG Puderbach

Sonntag, 29.04.2018. Mit dem vergangenen Derbysieg im Rücken bat der VfL Oberbieber dieses Wochenende wieder zum Heimspiel. Zu Gast war die Spielgemeinschaft aus Puderbach, eine Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, die schon in den letzten Aufeinandertreffen ein unangenehmer Gegner für den VfL waren. Die intensiven Wochen und die enormen Verletzungssorgen haben im Kader von Trainer Thomas Remark ihre Spuren hinterlassen, nichtsdestotrotz setzte die veränderte erste Elf alles daran auch dieses Spiel erfolgreich zu gestalten. Wie bereits aus den letzten Spielen gewohnt stieg die Temperatur zum Anpfiff auf sommerliche 25 Grad und die Partie wurde pünktlich angepfiffen.

Gleich in der ersten Minute hatte der VfL die große Möglichkeit zur frühen Führung. Rechtsverteidiger Rafet Alimi setzte sich im Alleingang auf der rechten Außenbahn durch und fand in der Mitte Arden Marazyan, der aus 5 Metern am Gästetorhüter scheiterte. In den Anfangsminuten war der Gastgeber präsent und störte die SG Puderbach früh, jedoch ohne gewinnbringenden Erfolg. Nach einem gegnerischen Eckstoß trug der VfL einen lehrbuchmäßigen Konter vor, allerdings zögerte Hermann Wechter zu lange vor dem Tor, sodass sein Schussversuch im letzten Moment abgewehrt werden konnte. Nach den vergebenen Chancen kamen die Puderbacher besser ins Spiel und versuchten den VfL in der Vorwärtsbewegung zu Ballverlusten zu zwingen. Nachdem Ugur Kayikcis Schuss von der Strafraumgrenze den Pfosten tuschierte, mussten die Oberbieberer unmittelbar darauf in der 36. Minute einen Rückschlag verkraften. Nach einem zunächst abgewehrten Freistoß gelang die Kugel erneut in den VfL-Strafraum, Stephan Reffgen konnte vorerst parieren, jedoch kullerte vom Knie eines Puderbacher Spielers ins Tor. Der VfL Oberbieber reklamierte lautstark einen mögliche Abseitsposition, jedoch bewertete der Unparteiische das Tor als regulär. In den letzten zehn Minuten legte der VfL nochmal alles daran vor der Pause den Ausgleich zu erzielen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff marschierte Milenko Vukmirovic über die linke Seite und seine Flanke fand den freistehenden Lukas Müller, der frei vor dem Tor seinen Kopfball knapp über die Querlatte drückte. Somit ging es mit einem 0:1 in die Halbzeitpause.

Der Gastgeber kam hochmotiviert aus der Kabine und sollte sich im zweiten Durchgang eine Vielzahl an Chancen erspielen, weshalb nicht alle erwähnt werden können. Direkt nach dem Wiederanpfiff spielte sich der VfL in den Strafraum der SG Puderbach, wo der SG-Keeper den Schuss von Hermann Wechter abwehren konnte und sowohl der Nachschuss von Louis Hild als auch von Milenko Vukmirovic geblockt werden konnte. In der 50. Minute war es wieder Hermann Wechter, der in den Sechzehnmeterraum dribbelte und vor seinem Querpass zu Fall gebracht wurde, dennoch blieb der Pfiff des Schiedsrichters aus. Doch allen Erwartungen entgegen war es VfL-Torhüter Stephan Reffgen, der in 53. Spielminute erneut hinter sich greifen musste. Nach einem Freistoß von der linken Seite stieg der SG-Kapitän am höchsten und köpfte die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen des VfL-Gehäuses. Trotz des erneuten Rückschlags spielten die Gastgeber weiter mutig nach vorne, auch wenn sie sich von dem “Schock” erstmal erholen mussten. Die SG Puderbach verteidigte mit Mann und Maus das eigene Tor und lauerten mit ihren schnellen Stürmern auf Kontermöglichkeiten. Der VfL Oberbieber kam immer wieder zum Abschluss im und außerhalb des Strafraums, jedoch hielt der Torhüter der Gäste alles, was auf sein Tor kam. Sei es der fulminante Schuss des eingewechselten Nico Velten oder der Schlenzer von Lukas Müller – jeder Abschluss wurde gehalten. Der VfL hätte den Anschlusstreffer in der 80. Minute verdient gehabt und hätte ihn auch erzielt, allerdings machte der Schiedsrichter einen Strich durch die Rechnung. Als der Torhüter des SG aus seinem Tor stürmte, um den Ball abzufangen, wurde er versehentlich von einem Teamkollegen umgerannt. Der nachgerückte Evgeni Rib schnappte sich die Kugel und wollte ins leere Tor einschieben, als der Unparteiische wegen vermeintlichen Foulspiels des VfL-Stürmers auf Freistoß für die Gäste entschied. Doch auch der Protest der Spieler, Verantwortlichen und Zuschauern änderte nichts mehr an der Situation. In der 89. Minute bediente Ugur Kayikci mit einem tollen Zuspiel Evgeni Rib, der allein auf das gegnerische Tor zulief, jedoch parierte der SG-Torhüter erneut. Das Spiel hätte noch weiter zwei Stunden laufen können und dennoch wäre der Ball womöglich nicht über die Linie gegangen, somit endete die Partie nach 93 Minuten mit einem 2:0 für die SG Puderbach. Ein hitziges Duell, welches in der zweiten Hälfte durch viele Fouls etwas außer Kontrolle geriet, sodass in den Zweikämpfen sowohl das Trikot von Arden Marazyan als auch von Dimitri Regehr komplett zerrissen wurde. Dennoch muss der VfL weiterhin daran arbeiten die gut herausgespielten Chancen besser und konsequent zu nutzen, denn die SG Puderbach konnte durch ihre enorme Effektivität die drei Punkte vom Aubach entbehren.

Für die VfL Oberbieber spielten:

Stephan Reffgen – Rafet Alimi, Marc Blechschmidt, Dimitri Regehr, Tobias Gessler (70. Nico Velten) – Ugur Kayikci, Louis Hild, Milenko Vukmirovic – Lukas Müller, Hermann Wechter (68. Evgeni Rib), Arden Marazyan (80. Leutrim Hoti)

Am kommenden Spieltag reist der VfL Oberbieber zum Zweitplatzierten Kosova Montabaur. Anstoß der Begegnung ist um 14:30 Uhr auf dem Kunstrasen in Stahlhofen.